22. April – Tag der Erde

Der „Tag der Erde“ wurde erstmal 1970 begangen und ist damit über 50 Jahre alt. Seitdem erinnert der Aktionstag jährlich am 22. April an die Wertschätzung der Umwelt und ruft dazu auf, das Konsumverhalten zu überdenken. In über 150 Ländern werden anlässlich des „Earth Day“ von unzähligen Organisationen und Bewegungen Projekte und Aktionen durchgeführt, die sich mit der Erhaltung des Planeten auseinandersetzen. Die Vereinten Nationen mahnen damit alle Staaten der Erde auch in Zukunft an Lösungen zu arbeiten, die Umwelt und Klima nachhaltig schützen.

Der „Earth Day“ steht jedes Jahr unter einem anderen Motto, 2021 heißt es: „Restore our earth“ (Stellt unsere Erde wieder her!). Das heurige Motto will auf eine ressourcenschonende Lebensweise aufmerksam machen und weltweit Menschen zum Einsatz für Umweltagenden aufrufen.

Anlässlich des „Tag der Erde“ haben wir Stimmen und Beiträge aus der österreichischen Politik, Umweltbewegungen, Initiativen und Verbänden angefragt und hier zusammengetragen.

Wir müssen die Bremse ziehen!

Beitrag: Fridays for Future Wien/Tom Poe – Magdalena Frauenberger

Lieber ZackZack Club! „Der Tag der Erde“ – Ein Tag der Wertschätzung aber auch ein Tag des Kampfes für unseren blauen Planeten.

Uns, Fridays For Future, erinnert dieser Tag an unseren Traum für den wir auf die Straße gehen: Eine klimagerechte Welt. Unser Planet mit seinen blauen Meeren, grünen Wäldern und Bergen, sollte für jedes Lebewesen gleichermaßen bewohnbar sein. Wir träumen von einem Einklang des Menschen mit der Natur, ohne Ausbeutung, ohne Verlierer.

Andererseits steht dieser Tag auch ganz klar im Zeichen der Missstände, die auf unserem Planeten herrschen. Die wachsende Anzahl von Umweltkatastrophen und die stetig steigende Erderwärmung sind alarmierende Anzeichen: Wir befinden uns mitten in einer immer größer werdenden Klimakrise! Noch nie gab es so viele Klimaflüchtlinge wie heute. Unglaubliche 20 Millionen sind es derzeit. Und die Zahlen steigen weiter an. Damit die dramatischen Folgen dieser Krise nicht noch größer werden, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Wir müssen die Bremse ziehen. „Um das Überleben auf dem Planeten zu sichern, muss die Erderwärmung unter 1,5 Grad bleiben!“

Jede*r Einzelne ist jetzt gefragt, jede*r kann mit anpacken. Sich seiner Verantwortung als Konsument*in im Supermarkt bewusst zu sein, ist gut. Sich gemeinsam als Zivilbevölkerung zusammenschließen, ist aber noch viel besser. Nur gemeinsam können wir Druck auf die Politik ausüben und die Einhaltung des Pariser Klima Abkommens fordern. Wir müssen gemeinsam unsere Stimme erheben damit, auch mitten in der Coronakrise, die Klimakrise nicht in Vergessenheit gerät. Stets mit unserer Vision vor Augen: eine klimagerechte Welt für Alle!

Unsere Erde wird systematisch ausgebeutet. Tagtäglich!

Beitrag: Julia Herr, Abgeordneter zum Nationalrat, Klimasprecher der SPÖ

Zero Waste ist Klimaschutz!

Beitrag: Zero Waste Austria  FB | IG | LI | Website | Newsletter

Nicht nur am Earth Day versucht sich Zero Waste Austria für die Umwelt zu engagieren. Als Verein zur Schonung der Ressourcen wollen wir tagtäglich Menschen Ideen und Wissen liefern, um eine Zero Waste Kultur zu fördern. Und dies geschieht mit Bewusstseinsbildung in allen Lebensbereichen. Dazu zählt nicht nur die Abfallvermeidung, sondern auch Themen wie Mobilität, Energie, Kleidung und Ernährung. Wir, als Zero Waste Austria wollen zeigen, dass Zero Waste Klimaschutz ist und somit unserer Erde Gutes tun.

Saisonale biologische Lebensmittel aus der Region sind immer eine gute Wahl! 

Beitrag: Gertraud Grabmann, Biobäuerin und Obfrau des Bio-Verbandes BIO AUSTRIA

© BIO AUSTRIA / Sonja Fuchs

Eigentlich sollte jeder Tag Earth Day sein. Denn einerseits zählt jeder Tag, wenn es darum geht, unseren Lebensraum und die lebensnotwendigen natürlichen Ressourcen zu schützen. Und andererseits kann auch jede und jeder an jedem einzelnen Tag aktiv etwas dafür tun. Zum Beispiel indem wir darauf achten, wie die Lebensmittel, die wir konsumieren hergestellt wurden. Es macht einen Unterschied für Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und Klima, ob dabei Kunstdünger und chemisch-synthetische Pestizide eingesetzt werden – oder eben nicht, so wie in der Bio-Landwirtschaft. Daher sind saisonale biologische Lebensmittel aus der Region immer eine gute Wahl im Interesse unseres gemeinsamen Lebensraums Erde.

Es ist Zeit die solare Zukunft zu leben.

Beitrag: Erneuerbare Energie Österreich

Der Tag der Erde rückt es ins Zentrum der Aufmerksamkeit: wir müssen JETZT dringend handeln, damit wir der Klimakrise entgegenwirken können und das (Über)Leben auf unserem Planeten sicherstellen. Die Energiewende ist das Kernstück dieser Krisenbewältigung. Es ist Zeit, das fossile Zeitalter hinter uns zu lassen und die solare Zukunft zu leben. Politische Entscheidungsträger*innen müssen daher jetzt entschlossen und mutig die Weichen richtig stellen.

Mein Motto ist: Think global, act local.

Beitrag: Jürgen Czernohorszky, Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal

© GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Derzeit dreht sich unser Leben zwar stark um Corona. Das bedeutet aber nicht, dass die Klimakrise eine Pause macht. Deshalb gilt: Wir können uns nicht erlauben, Zeit zu verlieren. Es ist jetzt an der Zeit, mutige und ambitionierte Politik zu machen. Das Gute ist, wir haben längst die Werkzeuge in der Hand, um die Klimakrise zu bekämpfen. Wien schreibt Klimaschutz seit Jahrzehnten groß: 1999 wurde das erste Klimaschutzprogramm beschlossen. Damit ist es gelungen, die CO2-Emissionen pro Kopf um rund 40 % zu senken. Aber klar ist: damit können und werden wir uns nicht begnügen. Wir müssen mehr tun und das rasch. Daher hat Wien als erstes Bundesland im Regierungsprogramm das ambitionierte Ziel festgelegt, bis 2040 CO2-neutral zu sein. Daran arbeiten wir gemeinsam, denn Klimaschutz geht uns alle an.

Mein Motto dabei ist: Think global, act local. Think global, damit das Ende der Welt nicht bevorsteht, sondern der Anfang einer neuen und besseren Welt. Act local damit das gute Leben für alle möglich ist. Ein gutes Leben, das nicht auf Kosten unserer Kinder gehen darf. Das ist sozialer Klimaschutz. Eine verantwortungsbewusste und soziale Politik schützt. Sei es vor der Corona-Krise oder der Klimakrise.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky

Wir haben Ökosysteme die unserer Kinder und Enkelkinder nur noch aus TV-Dokumentationen kennen werden.

Beitrag: Michael Bernhard, Abgeordneter zum Nationalrat, Klimasprecher der NEOS

Dossier Massenaussterben – Macht die Menschheit gerade das Duzend voll?

Beitrag: Thomas Nasswetter

Elf große Massensterben lassen sich derzeit identifizieren und eines findet gerade statt. Dazu gibt es mittlerweile viele Hinweise. Doch dieses Mal kommt quasi eine neue Ursache dazu, der Mensch.

Was sich hinter Massenaussterben verbirgt
In einem geologisch betrachtet kurzen Zeitabschnitten von einigen tausend bis mehreren hunderttausend Jahren findet ein großes Artensterben statt. Diese Vorgänge werden als Massen(aus)sterben bezeichnet. Es geht also um einen außergewöhnlichen und dramatischen Verlust von Individuen einer oder vieler Art innerhalb sehr kurzer Zeit.

Die Erdgeschichte kennt dazu einige sehr große und viele kleinere. Bei Laien bekannt sind die Big Five. Auf Grund neuerster Forschungserkenntnisse muss die Liste bei den mehr als 50% aller Arten in kurzer Zeit ausstarben nun deutlich verlängert werden.

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Diskutiere mit!

Die Erde wird Tag für Tag gefordert. Es gibt viele laute Stimmen, die sich unermüdlich für die Erhaltung eines lebenswerten Planten einsetzen. Doch trotz gesetzter Maßnahmen, die das Thema zunehmend in das Bewusstsein der Menschen rückt, muss nach wie vor um Interesse, Aufmerksamkeit und Akzeptanz gekämpft werden.
Welche Forderungen würdet ihr an die Politik stellen? Welchen Stellenwert nimmt das Thema Umwelt und Klima in eurem Leben ein und wie kann jeder Einzelne etwas beitragen?