Labneh (levantinischer Frischkäse) mit Fladenbrot

Rezept von: Thomas Walach

Dauer: 35 min

Schwierigkeit: leicht

Das Rezept ist: Vegetarisch, frisch, gut Vorzubereiten

Vorwort des Kochs:

Labneh, ein cremiger, leicht säuerlicher Frischkäse, ist in der ganzen Levante beliebt und so einfach herzustellen, dass man von „Rezept“ fast gar nicht sprechen kann. In seinen Herkunftsländern wird er mit Fladenbrot gegessen. Er schmeckt aber auch sehr gut mit dunklem Brot.

Zutaten für 2 Portionen:

Labneh: 400 fetter (griechischer) Joghurt

  • 1 TL Salz
  • Olivenöl

Fladenbrot: 250 g Weizenmehl

  • 130 ml Wasser
  • 12 g Germ
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Zucker

Zubereitung:

Um den Labneh herzustellen, braucht man etwas Geduld, dafür macht er sich buchstäblich von selbst. Den Joghurt mit dem Salz verrühren, in ein Tuch geben, oben zudrehen und gut auswringen. Dann das per Knoten oder Gummiringerl verschlossene Tuch in ein Sieb, das Sieb in eine Schüssel, die Schüssel in den Kühlschrank.
Jetzt braucht man bloß noch zu warten. 48 Stunden später ist ein cremiger, fester Laib Labneh entstanden, der sofort verspeist werden kann.

Wer es aushält, kann ihn auch auf Vorrat machen: Dazu den kleinen Frischkäselaib in ein (Marmeladen-)Glas geben, das mit Olivenöl aufgefüllt und verschlossen wird. So hält er sich problemlos einige Wochen. Es sieht nun allerdings aus, als konserviere man Organe im Küchenkastl.

Auch das Fladenbrot ist keine Hexerei. Weil Germ im Spiel ist, muss man auch hier Wartezeit miteinberechnen. Den Germ in einem Schluck vom lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker auflösen, die Bakterien für fünf Minuten in Ruhe arbeiten lassen. Dann mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Tuch abgedeckt an einem warmen Ort zwei Stunden gehen lassen. Aus dem Teig sechs Kugeln formen, die nun noch einmal eine halbe Stunde gehen dürfen. (Wer sicher gehen will, jederzeit blitzartig frisches Fladenbrot machen zu können, oder nicht Stunden vor dem Frühstück aufstehen will, wickelt die Minilaibe in Frischehaltefolie und kann sie ein paar Tage im Kühlschrank aufheben.) Dann die Kugeln mit einem Nudelholz zu dünnen Fladen ausrollen und in einer Pfanne ohne Öl auf beiden Seiten goldbraun braten.
Zusammen mit dem cremigen Labneh und etwas Olivenöl gibt das ein wunderbares Sommerfrühstück, von dem zwei Leute satt werden oder ein leichtes Mittagessen für heiße Tage.
1 Kommentar
Neueste
Älteste Meistbewertete
Inline Feedbacks
View all comments
Der Meister und Margarita
7. Mai 2021 15:49

Lieber Thomas, das Lebneh lässt sich gut mit Kräutern wie frischem Thymian, (griechischem) Basilikum, Bergbohnenkraut etc. und Knoblauch ergänzen. Manche empfehlen dazu auch die orientalische Gewürzmischung Zatar/ Za’atar (gerösteter Sesam u.a.)